Notfall-Service

Mi, Fr 16:00 - 18:00 Uhr
Sa, So und Feiertage 10:00 - 12:00 Uhr und 16:00 - 18:00 Uhr

Telefon: 01805 - 05 05 18

14 ct./Min. ggf. Abweichungen aus Fest-/ Mobilfunknetzen möglich)

zusätzl. abends Bundeswehrkrankenhaus 19:00 - 01:00 Uhr
Lesserstrasse 180, 22049 HH-Wandsbek

Kassenärztliche Vereinigung Hamburg www.zahnaerzte-hh.de


Verhalten

Nach einer Implantation

Vor der Operation essen sie wie gewohnt, damit Sie die Anästhesie (Spritze) gut vertragen.

Bei größeren Eingriffen bereiten Sie sich bitte schon zu Hause etwas zur Kühlung vor (Eiswürfel, Kühlakkus, usw.)
Bitte nehmen Sie, wegen der erhöhten Blutungsgefahr, keine Schmerzmittel, (vor allem Aspirin o.ä.) “vorbeugend“ vor dem Eingriff.

Vermeiden Sie den Genuss von Alkohol 24 Std. vor dem Eingriff.

Auto fahren und das Bedienen von Maschinen nach einer Operation soll unterbleiben, weil Wechselwirkungen mit dem Betäubungsmittel die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen können.
Allerdings kann eine Behandlung ohne Spritze ein Stressfaktor sein, der Sie beeinträchtigen kann.
Ein im Mund auf die Wunde aufgelegter Tupfer soll mindestens eine Stunde lang ruhig bleiben, deswegen Zähne geschlossen halten. Durch den gleichmäßigen Druck kommt die normale Sickerblutung zum Stehen, das Blut gerinnt in der Wunde. So sind die besten Voraussetzungen für eine problemlose Heilung erreicht.

Mit dem Essen sollten Sie unbedingt warten, bis die Wirkung der Spritze abgeklungen ist und das Gefühl vollständig zurückgekehrt ist, damit Sie sich nicht unbeabsichtigt Bissverletzungen zuziehen.

Kühlen Sie den Wundbereich gleich nach einer Operation so lange, bis die Wange nicht mehr wärmer ist als der normale Hautbereich (nach Bedarf 2 - 3 Tage). So halten Sie eine Schwellung und damit unnötige Beschwerden gering und vermeiden zudem eine Nachblutung. Kühlung auch am nächsten Tag noch fortsetzen.

Häufiges intensives Spülen des Mundes sollte in den ersten Tagen jedoch unbedingt unterbleiben um nicht die Blutgerinnsel zu entfernen, die für eine gute Wundheilung nötig sind. Vorsichtiges Trinken von aromatisiertem Tee (Eistee, Früchtetee) erfrischt und beseitigt den unangenehmen Blutgeschmack.

Auf den Genuss von Alkohol, Nikotin, Kaffee und schwarzem Tee sollten Sie, wenn möglich an den ersten 3 Tagen nach der Operation verzichten.

Trinken Sie eine ausreichende Menge (Erwachsene 2 - 2,5 l pro Tag). Bei zu wenig Flüssigkeit kann sich Fieber entwickeln. Dies ist besonders am Operationstag zu berücksichtigen.

Nahrung: Nehmen Sie am Operationstag nur leichte Kost und klare Flüssigkeiten zu sich (Früchtetee, klare Suppen). Bei Fruchtsäften können durch die Säuren Schmerzen entstehen. Bei Genuss von zuckerhaltigen Getränken, Mehl- und Milchspeisen vermehren sich Bakterien stärker, so dass Entzündungen begünstigt werden. Bis zur Entfernung der Fäden sollte die Kost noch weich sein.

Zähne putzen frühestens am Abend nach der Operation, wenn das Gefühl wieder völlig zurückgekehrt ist. Vorsicht im Operationsbereich, dort langsam und behutsam bürsten. Verwenden Sie weniger Zahnpasta als üblich. Die elektrische Zahnbürste oder Munddusche sollte im Wundbereich erst wieder benutzt werden, wenn die Wunde äußerlich völlig verheilt ist. Das dauert mindestens eine, manchmal mehrere Wochen.

Bewegung tut gut. Gehen Sie am Abend nach der Operation etwas spazieren. Hierdurch werden Lymphabfluss und Blutzirkulation angeregt. Somit werden Schwellungen klein gehalten und das Wohlbefinden wird erhöht.

Anstrengende sportliche Aktivitäten und Saunabesuche sollten für etwa eine Woche unterbleiben. Insbesondere am ersten Tag, aber auch danach sollten Sie jede unnötige Reizung des Operationsgebietes vermeiden (viel Sprechen, an der Wunde oder den Fäden herumfummeln oder mit der Zungen spielen, intensives Kauen von zähen oder harten Speisen, Blasinstrumente und alles was starke mechanische Reizungen und Druckunterschiede hervorruft (blasen oder saugen).
Schwellungen und Wundschmerz sowie geringfügig blutiger Speichel können in den ersten 2 - 3 Tagen auftreten. Durch in das Gewebe gesickertes Blut kann es zu blau/grünen Verfärbungen der Haut im Bereich des Operationsgebietes oder darunter kommen (Hämatom, blauer Fleck). Dies ist völlig unbedenklich und verschwindet innerhalb einer Woche von selbst.
Bei stärkeren Schmerzen nehmen Sie nach Bedarf ein Schmerzmittel. Halten die Schmerzen tagelang an oder werden sie stärker, so kommen Sie bitte in die Praxis. Die verordneten Medikamente sollen für einen möglichst raschen und komplikationslosen Heilungsverlauf sorgen.Nehmen Sie sie bitte entsprechend der Verordnung ein.

Sollte eine stärkere Nachblutung auftreten, beißen Sie zuerst auf ein zusammengerolltes Stofftaschentuch, eine Kompresse oder einen Tupfer (z. B. ein zusammengerolltes Stück Mullbinde aus dem Auto- oder Haus-Verbandskasten). Mindestens eine halbe Stunde daraufbeißen und nicht spucken oder spülen!

Um den Blutdruck im Kopf gering zu halten, legen Sie sich nicht hin. Auch beim Schlafen den Kopf hoch lagern. Nicht auf der operierten Seite liegen. Die Erwärmung fördert Schwellung.

Nicht im Bereich des Implantates kauen!

Wenn Sie im Bereich des Implantates den Pulsschlag fühlen,ist besondere Schonung angesagt.

Operation mit Kieferhöhlenbeteiligung:

  • Kein Druck im Bereich der Nase
  • Nicht schnäuzen
  • Mit offenem Mund niesen

Fragen Sie uns,

  • wenn Ihnen etwas unklar ist
  • wenn Sie befürchten, die Heilung würde nicht normal verlaufen
  • wenn Sie zunehmende Schmerzen feststellen oder ein komischer Geschmack auftritt
  • wenn eine Nachblutung nicht zum Stehen kommt.
  • wenn Medikamentennebenwirkungen auftreten sollten.


Nach Extraktionen

Das wichtigste nach einer Zahnextraktion ist, dass wir folgendes Erreichen:

  • eine schnelle Blutungsstillung
  • eine rasche und komplikationslose Heilung
  • Schmerzlosigkeit nach Abklingen der Betäubung

Um die Blutung zu stoppen, haben wir einen Mulltupfer auf die Wunde gelegt. Auf diesen Tupfer sollten Sie ca. eine halbe Stunde lang beißen. Durch diesen Tupfer bildet sich innerhalb der Wunde ein Blutpfropf, welcher für einen positiven Verlauf der Heilung von entscheidender Bedeutung ist.
Nach ca. einer halben Stunde nehmen Sie bitte den Tupfer heraus. Wichtig ist, dass Sie danach nicht ausspülen, denn: Ist der in der Wunde entstandene Blutpfropf weg, kann dies zu schmerzhaften Infektionen führen.
Sport: erst am nächsten Tag
Essen und Trinken: mindestens zwei Stunden nach dem Eingriff, und dann bitte bevorzugt weiche Speisen, und ungesüßte Getränke, nichts mit Koffein. Verzichten Sie möglichst auf Speisen, die Mehl, oder Milch enthalten. Um Verbrennungen oder Bisswunden zu vermeiden, sollten Sie erst dann essen und heiße Getränke zu sich nehmen, wenn die örtliche Betäubung nachgelassen hat. Bei starker Betäubung kann es auch länger als zwei Stunden dauern Rauchen, Alkohol und Kaffee: erst am nächsten Tag.
Mundspülungen: Am Tag nach der Extraktion sollte man auf Mundspülungen verzichten, weil der Blutpfropf, dessen wichtige Rolle während der Heilung wir bereits erwähnt haben, ausgespült werden kann. Zahnpflege: am selben Tag nicht putzen (eventuell vorsichtig drum herum. Am Morgen danach auf gewohnte Weise. Das Gebiet um die Wunde herum schonen.

Folgendes ist nach einer Zahnextraktion zu beachten:

Normal ist, dass:

  • Sie leichte Schmerzen nach einer Extraktion haben können.
  • Sie leichte Schluckbeschwerden haben können.
  • Die Wunde bis zu 3-4 Stunden nachbluten kann
  • Nicht normal ist, wenn:
  • Ihre Wunde bis zum nächsten Morgen blutet
  • Ihre Wunde über 4 Stunden sehr weh tut
  • Ihre Wunde üblen Geruch erzeugt
  • Sie Fieber bekommen
  • in allen genannten Fällen sollte spätestens am nächsten Morgen der Zahnarzt aufgesucht werden.

Nachkontrolle:

Die Nachkontrolle ist sehr wichtig, weil sie eventuelle Komplikationen von vorne herein vermeiden kann. Die Nachkontrolle sollte immer am nächsten Tag nach der Extraktion durch den Zahnarzt erfolgen.

Warnung:

Wenn Sie zur Schmerbekämpfung Betäubungsmittel bekommen, oder selbst eingesetzt haben. Bitte denken Sie daran, dass Betäubungsmittel (Schmerztabletten) Nebenwirkungen haben, und deshalb sparsam zu gebrauchen sind. Nach Einnahme von Schmerztabletten sind Sie eingeschränkt fahrtüchtig und arbeitsfähig. Wir empfehlen, vor umfangreichen Eingriffen sich lieber bringen zu lassen als selbst Auto zu fahren.