Implantate
Wie funktioniert das?
Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, die in den Kieferknochen eingepflanzt werden Heute werden ausschließlich Schrauben aus Titan verwendet. Dieser Werkstoff hat sich als ausgesprochen körperverträglich erwiesen.
Zahnimplantate werden immer dann eingesetzt, wenn natürliche Zähne zur Aufnahme einer Krone oder als Brückenpfeiler fehlen.
Auf die Pfeiler der Implantate können dann einzelne Zahnkronen geschraubt oder zementiert werden. Oft werden festsitzende Brücken als Zahnersatz auf die Implantate gesetzt. Sie werden auch für die Verankerung herausnehmbarer Prothesen verwendet, die sich dann durch Druckknöpfe oder Teleskopkronen an den Implantaten befestigen lassen und auf diese Weise die Verankerung einer herausnehmbaren Prothese ermöglichen.
Die Erfahrungen im implantieren reichen weit über 30 Jahre zurück und beruhen weltweit auf fundierten Erkenntnissen. Durch das spezielle Design der Implantatsysteme gewinnt Ihr Zahnersatz höchste Stabilität und Ästhetik.
nach obenRisiken bei Implantaten
Implantate gehen nicht - wie manche Organe nach einer Transplantation - durch Abstoßreaktion des Körpers verloren, sondern meistens durch Entzündung des umliegenden Knochengewebes. Die Entzündungen entstehen oft durch mangelnde Mundhygiene, Rauchen oder allgemeine Erkrankungen. An der Stelle, wo ein Implantat durch die Mundschleimhaut tritt, können sich Bakterien einnisten und eine Entzündung hervorrufen. Implantatverluste treten meist während der Einheilung und in den ersten 18 Monaten nach dem Einheilen auf.
nach obenLebensdauer
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Implantat nach fünf Jahren noch voll funktionstüchtig ist, liegt im Unterkiefer bei 90 - 95 %, nach zehn Jahren bei 85 - 90 %.
Im Oberkiefer beträgt die Erfolgsrate in fünf Jahren 75 - 85%.
Implantate müssen wegen der Infektionsgefahr regelmäßig kontrolliert werden. Rechtzeitig erkannte Infektionen sind deutlich einfacher zu behandeln als fortgeschrittene Infektionen, die bereits zu einem Abbau des Knochens geführt haben. Daher sollten die Zahnimplantate mindestens alle 6 Monate kontrolliert werden.
nach obenVorteile
Die Nachbarzähne bleiben unversehrt. Sehr vorteilhaft, wenn die Nachbarzähne gesund und ohne Füllungen sind.
Die Aussprache bleibt unverändert.
Ermöglicht kräftigeres Zubeißen als bei herausnehmbaren Prothesen.
Implantate verhindern im Gegensatz zu herausnehmbaren Ersatz, dass der Kieferknochen schrumpft.
Nachteile
Um ein Implantat einzusetzen, sind in der Regel eine oder mehrere Operationen mit Zahnfleisch-Aufklappung notwendig.
Unter Umständen bleibt ein Fremdkörpergefühl, Implantate sind starr im Knochen verankert.
Eine äußerst konsequente Mundhygiene und regelmäßige professionelle Zahnreinigungen sind für den langfristigen Erfolg Voraussetzung.
Kosten. Implantatgetragener Zahnersatz ist aufwendig und teurer als herkömmliche Brücken oder Prothesen.
Nicht jeder Kiefer oder Patient eignet sich für Implantate. Die Indikation muss sorgfältig gewählt werden.
Zuschüsse und Versicherungen
Das Bonusheft kann die Kosten für Zahnersatz verringern. Voraussetzung hierfür ist die Regelmäßigkeit der Zahnarztbesuche.
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Wie bereits erwähnt, orientieren sich Festzuschüsse an der entsprechenden Regelversorgung. Diese decken bei höherwertigem Zahnersatz jedoch nur 20-30% der Gesamtkosten. Eine Zusatzversicherung ist demnach durchaus sehr sinnvoll.
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